Kennt ihr schon….?

  • 15. Dezember 2021
  • Sarah Fox
  • 5 min read

Gengyu Liu-Sürücü, Entwicklerin

Heute stellen wir euch unser Team-Mitglied Gengyu Liu-Sürücü vor. Sie ist Programmiererin aus Leidenschaft:

IT und Logik- das passt zu mir, denn alles ist nachvollzieh- und herleitbar. Das mag ich sehr!“ Bereits als Kind liebte sie Go (ein chinesisches Strategiespiel) und Logikspiele.

Für mich war früh klar, dass ich mal in einen Bereich will, in dem man etwas mit Logik erarbeitet und sich stets weiterentwickeln muss- also habe ich IT studiert. Mir gefällt an diesem Feld vor allem, dass man immer wieder neue Erfahrung sammelt, eigene Ideen weiterentwickelt und ich schätze das objektive, sachliche Arbeiten. Es wird nie persönlich, denn der PC macht nur was ich ihm sage- wenn ein Bug auftritt, dann habe ich etwas falsch gemacht und muss zuerst an mir arbeiten, um den Fehler im Code zu beheben.“

Während ihres Studiums in China nahm Gengyu an einem Austauschprogramm für Studierende teil und kam nach Bremen: „Ich habe mir da im Vorfeld keinen großen Kopf gemacht und mich nicht wirklich informiert, wie das hier so ist. Ich wollte alle Eindrücke auf mich zukommen lassen, ohne schon voreingenommen zu sein. Ich mag es, so ganz allgemein im Leben, mich einfach überraschen zu lassen und immer neugierig zu bleiben. Ich brauche immer Neues, sonst langweile ich mich schnell.“

Nach ihrem Studium kam es, wie es kommen musste und Gengyu traf die Liebe ihres Lebens: „Ich habe meinen Mann kennengelernt und recht schnell geheiratet. Uns war klar, wir bleiben zusammen und er wäre auch mit mir nach China gegangen aber wir dachten hier wären die Jobchancen für uns beide besser.“

Doch der Beginn war steinig. Da war zunächst die Hürde mit der deutschen Sprache. Gengyu biss sich mit ihrem starken Willen durch die deutsche Grammatik und absolvierte nebenbei ein Praktikum im Hardware-Bereich. Hauptsächlich autodidaktisch mittels Tutorials, Büchern und viel Internetrecherche lernte sie für ihre Zertifikate und begann erste Bewerbungen zu versenden. Mit einem Master angelehnt an den Bereich Robotik und Automatisierung sollte es ja nicht so schwierig werden: „Viele meiner Kommilitonen sind nun im Bereich des autonomen Fahrens tätig, aber ich fand es schwer in Bremen richtig Fuß zu fassen.“.

Gengyu entschied daraufhin online eine Weiterbildung im Bereich Webentwicklung zu machen. Dort bekam sie von einer Mitschülerin die Jobausschreibung der Wamoco GmbH weitergeleitet. „Sie suchten eine Fachinformatikerin- ich fand das so cool, dass sie die weibliche Version der Berufsbezeichnung gewählt hatten. Das lässt einiges durchblicken und genau so etwas habe ich gesucht. Ich war da gerade mit meinem Mann im Urlaub und hab noch vor Ort meine Bewerbung versendet. Ich habe gar nicht so schnell mit einer Antwort gerechnet und am nächsten Tag lag ich am Strand und bekomme eine E-Mail von Wamoco. Sie haben mich eingeladen in zwei Tagen zu einem Gespräch zu kommen oder an einem Teams-Call teilzunehmen. Ich war ganz verblüfft, denn sonst habe ich immer lange auf eine Reaktion warten müssen. Ein paar Tage nach meinem Urlaub hatte ich dann mein Bewerbungsgespräch bei Wamoco.

Gengyu erzählt weiter: „Der erste Teil meines Bewerbungsgesprächs war mit Sarah Fox [Personalerin, Marketing] und der zweite Teil mit Bernhard Leers [Geschäftsführung]. Sarah hat mir die Büros gezeigt, Arbeitsabläufe erklärt und wir kamen über die Stellenausschreibung auf allgemeine Diversity-Themen und Werte zu sprechen bzw. darauf, warum es wichtig ist Frauen in der IT zu stärken. Das war echt ein Highlight für mich.

Im zweiten Teil folgte das fachliche Gespräch mit Bernhard Leers. „Er hat mir ein paar Aufgaben gestellt, um mal zu sehen, wie ich denn arbeite und an Probleme herangehe. Es waren keine schweren Aufgaben, aber es waren thematisch breit gefächerte Fragestellungen.“ Spätestens beim regen Austausch über Lösungsmöglichkeiten war klar, dass es für alle Seiten passt. Gengyu sagt dazu: „Genau das ist der Job- sich austauschen, zusammen Strategien überlegen. Das gefällt mir auch so gut bei unserem „Daily“ [täglicher 15-minütiger Austausch über aktuelle Tasks]. Ich bin Asiatin, in mir ist das irgendwie so drinnen, dass ich mich zurücknehme und erstmal etwas zurückhaltend bin aber in den dailys fällt es mir sehr leicht meine Ideen und Lösungswege einzubringen. Das ist etwas, was ich in Deutschland gemerkt habe, dass man nicht alles persönlich nehmen muss. Es geht darum, zusammen etwas zu lösen und dazu muss man ganz offen sprechen.

Weiter erwähnt sie, dass sie das Gefühl habe es gäbe keine Hierarchieebenen bei Problemen, sondern der Fokus wäre auf einer schnellen Lösung für die Kunden. Auf die Frage, was ihr bei Wamoco denn am besten gefallen würde sagt Gengyu: „Dass alle locker sind. Menschlich gibt es hier keine Probleme. Es wird viel kommuniziert und wir verbringen gemeinsam Zeit. Ich fühle mich nie isoliert oder ignoriert. Alle sind hilfsbereit, egal wie doof die Frage vllt. ist und das vom ersten Tag an als sie mich noch gar nicht kannten. Oh, und ich finde ganz toll, dass wir einen Bürohund haben, aber manchmal ist er ein bisschen frech.

Zum Abschluss sagt Gengyu: „Aktuell lerne ich viel über Magento und ich übe noch viel. Hauptsächlich beseitige ich Bugs sowohl im Frontend als auch im Backend aber mein Traum ist es Fullstack-Entwicklerin zu werden. Backend ist aber einfach besser, weil da viel mehr Logikaufgaben warten.“

Vielen Dank Gengyu, dass du dir Zeit genommen hast, uns einen Einblick in deinen Start bei Wamoco zu geben. Du bist erst seit kurzer Zeit bei uns aber schon ganz fester Bestandteil der Wamoco-family.